Samstag, 2. Dezember 2017

[Info] Mobbing und alles, was dazugehört

Hallo zusammen, 

seit Jahren treibt mich ein Thema um, das ich in meinen Geschichten des Öfteren verwursten musste, um damit zurecht zu kommen.
Das Thema lautet Stalking, was in diesem Fall - quasi unter Arbeitskollegen - sehr schnell zu einem Teilaspekt von generellem Mobbing werden kann.

Vielleicht war es falsch, die Handlungen einer gewissen Person zu ignorieren, als ich 2013 in deren Fadenkreuz geriet, vielleicht hätte ich eher ...
Nein, wartet, ich HABE etwas dazu gesagt.
Jedes Mal, wenn wieder einer meiner FB-Freunde auf mich zukam, und mir erzählte, was an Gerüchten über mich in Umlauf ist, sah ich mich in der Position, mich rechtfertigen zu müssen.
Bis zu dem Tag, an dem ich einen Totenkopf zu meinem Profilbild machte, 'Out of order' daraufschrieb und für mehr als ein Jahr von FB verschwand.
Wenn ich danach noch Informationen erhalten habe, war meine Antwort stets, dass es mich nicht interessiert, weil ich einfach keine Gedanken mehr an diese Person verschwenden wollte.
Ich wollte meine Ruhe, kam irgendwann zurück zu FB, löschte etwa 3/4 meiner Freundesliste, soweit nicht vor der Pause bereits geschehen, und machte 'im kleinen Kreis' mit sehr ausgewählten Menschen weiter.
Hin und wieder bekam ich mit, wie diese Person auch andere - sogar sehr öffentlich und unter 'offiziellem' Deckmantel - Autoren in den Schmutz zog.
Ich regte mich privat bei und mit meinem Partner darüber auf, aber ich sagte öffentlich nichts dazu, denn ich wusste bereits, dass mir niemand glauben würde, zudem sah ich mich nicht als eingeweiht genug an, um wirklich objektiv urteilen zu können.

Das ist sowieso der Punkt.
Das Urteilen.

An dieser Stelle möchte ich jeden von Euch bitten, mal in sich zu horchen, bei der Frage, was einem leichter zu glauben fällt.
a) Der Nathan ist ein Arschloch, er hat mich belogen und ausgenutzt!
oder
b) Der Nathan ist toll, der hat sogar mal einen Hund aus einem brennenden Haus gerettet.

Na?
*lächel*
ICH würde eher das Negative glauben - wie vermutlich jeder andere Mensch es auch macht.
Denn es fällt uns Menschen, die wir uns für so sozial, tolerant und objektiv halten, sehr viel leichter, schlechte Dinge von unseren Mitmenschen zu glauben.
Gerüchte haben nur deshalb diese Macht. 
Und genau da kommt nun jeder Einzelne ins Spiel.

Täglich lesen wir alle Postings, geteilte Inhalte mit unterschiedlichsten Botschaften, und kaum jemand macht sich die Mühe, den dazugehörigen Artikel wirklich zu lesen, bevor er diese Informationen weiterteilt.
Wir werden heutzutage mit maßlos vielen solcher Behauptungen auf allen Ebenen des Lebens konfrontiert, und oftmals desensibilisiert sich unser Filter für das Glaubwürdige dabei enorm.

Seiten wie Mimikama.at versuchen seit Jahren, gegen öffentliche Falschmeldungen vorzugehen, die dortigen Mitarbeiter kämpfen einen nahezu aussichtslosen Kampf, aber sie kämpfen ihn.

Schade, dass es eine solche regulierende Instanz nicht auch in unserem Berufsfeld gibt.
Denn gerade in den Genres, in denen ich unterwegs bin oder in denen ich KollegInnen aktiv begleitet habe, gibt es immer wieder Gerüchte, Fehlinformationen, boshafte Lügen und alles, was man sich an 'Schmutzpuckeligkeiten' nur vorstellen kann.

Von öffentlich ausgetragenen Schlammschlachten mal ganz zu schweigen, auch die gibts ... Wenn auch eher im Heterobereich der Liebesromane.

Auf dieses Level konnte und wollte ich mich nie begeben, deshalb habe ich nur zu Anfang durch mein hoffentlich freundliches und offenes Auftreten einigen Menschen gezeigt, dass ich NICHT so sein kann, wie mich diese eine Person darstellen wollte.

Wobei ich zugeben muss, dass er dabei Hilfe hatte.
Es gab in den Jahren immer wieder weibliche Fans, die sich zu echten Stalkerinnen entwickelt haben, und nicht nur meine, sondern auch Gerrys Zeit komplett für sich vereinnahmen wollten. Man versuchte sogar, uns gegeneinander auszuspielen, was aber glücklicherweise misslang.
Eine dieser Stalkerinnen ist erst vor wenigen Wochen mit einem Fake-Profil wieder von unseren Freundeslisten geflogen, weil einer sehr lieben anderen Freundin aufgefallen ist, dass sowohl der Fakeaccount, als auch der ursprüngliche Account dieser Dame das gleiche gepostet hatte. (Es ging um etwas sehr elitäres, zeitlich Unpassendes, und der Kommentar zum Link war beinahe wortgleich.  Ich werde aber aus Gründen des Datenschutzes nicht sagen, um wen oder was es ging.)
Interessant war jedoch, dass dieser Fakeaccount, obwohl er seit Jahren bestand, nur Tage nach unserer Entfreundung gelöscht wurde.

Diese Stalkerinnen spielten mit ihren 'schlechten Erfahrungen', die sie mit uns machten (man sieht sich ja allgemein gern als Opfer), jener mobbenden Person voll in die Hände, denn nun gab es schließlich weitere 'Beweise' dafür, was für ausgemachte Arschlöcher wir waren.

Kurzum, unsere Leichtgläubigkeit den späteren Stalkerinnen gegenüber ist unsere eigene Schuld, was daraus im Nachgang wurde, jedoch nicht!

So viel also zu den Hintergründen.
Woher die Obsession, uns im Fadenkreuz zu behalten und immer wieder gegen uns zu schießen (ohne dass wir es überhaupt mitbekamen) weiß ich nicht. Es ist mir aber auch egal, denn ICH entscheide, wer sich in meinem Leben aufhalten darf und wer für mich persönlich wertvoll ist.

Das Mobbing und dessen tatsächliche Ausmaße sind mir nicht bekannt, zumindest nicht die Wirkung, die es auf die 'Außenwelt', sprich LeserInnen und KollegInnen, hatte.

Ich weiß nur, wie ich auch im Privatleben darunter gelitten habe.
Es ging irgendwann so weit, dass ich nicht mehr allein mit dem Hund raus wollte, weil ich befürchtete, jener Mobber könnte mir auflauern.
Verrückt, oder?
Nun ja, wie man es nimmt. Immerhin kannten wir diverse Leidensgeschichten von anderen AutorInnen und Verlagen(!!!), die dasselbe Problem mit jener Person hatten.
Üble Nachrede, die Verbreitung von Gerüchten der boshaftesten Art, systematische Zugrunderichtung der KollegInnen.
WIR wurden gewarnt und haben diese Warnungen ernst genommen, andere schlafen in allen Betten und scheren sich nicht um Gerüchte, vielleicht, weil sie niemals im Fadenkreuz gelandet sind.
Wieder andere scheinen die Warnungen (auch unsere!) nicht ernst genug genommen zu haben, anders kann ich mir das, was sich in den vergangenen Tagen offenbart hat, nicht erklären.
Da wurde ein Angstregime aufgebaut, immer wieder durch Intrigen und Lügen, durch gefälschte 'Beweise', zum Beispiel nie stattgefunden habende Chats und deren 'Screenshots', richtig Front gemacht.
Andere wurden durch Schmeicheleien in eine Abhängigkeit getrieben, aus der sie sich nur schwer befreien können.

Alles in allem kann ich für meinen Teil nur hoffen, dass jeder neuen Falschaussage immer mindestens 2 mutige KollegInnen entgegentreten. Dass die Wahrheit ans Licht kommt und auch dort bleibt.
Dass Neulinge in unserem Geschäft rechtzeitig gewarnt werden.
Dass LeserInnen endlich erfahren, was WIRKLICH hinter den Kulissen abgeht.
Ich wünsche mir so sehr, dass alle friedlich koexistieren.
Aber das geht nicht, solange ein Geier das gemeinsame Nest der Gay-Genres immer wieder beschmutzt und jeden rauswirft, der ihm gerade nicht in den Kram passt.

Liebe KollegInnen - es liegt bei uns, uns zu wehren, den Neulingen zu helfen, die Wahrheit aufrecht zu erhalten.

Liebe LeserInnen - es liegt bei Euch, zu entscheiden, ob Ihr Euch instrumentalisieren lassen oder lieber eigenständig und objektiv sein wollt.

In diesem Sinne

Euer Nat